Wart ihr in letzter Zeit mal bei einem 60 Teilnehmer-Dorf-Triathlon? Ich meine jetzt nicht beim Ironman Frankfurt oder beim Hamburg Triathlon. Ich meine einen wirklichen Dorf-Triathlon. Was sich da in der Wechselzone abspielt ist der Hammer. Die Zeit der DB-Bikes oder des Hollandrads mit Körbchen oder 1,5 Liter Flasche auf dem Gepäckträger sind vorbei.

Man sieht nur noch vollausgestattete High-Tech-Bikes mit allem Zip(p) und Zap. Natürlich Carbonrahmen – gibt es eigentlich noch Alurahmen?! – Carbon-Lenker, die Carbon-Flaschenhalter darf nicht fehlen, Di2 (elektrische Schaltung), Wattmessgerät und die Hochprofilfelge vorne und Scheibe hinten, der Wahnsinn!

Am Schwimmstart angekommen sieht man so gut wie niemanden mehr in Badehose. Neopren ist das Zauberwort! Ein Neo macht schnell, das weiß jedes Kind und wenn man sich ein hochpreisigen Neos kauft, hat man umso mehr Auftrieb und mehr Auftrieb heißt schneller Schwimmen – so ist überall zu lesen.

„Früher“ hat man sich noch das alte Rennrad vom Nachbarn geliehen und seine ersten Triathlonversuche gemacht. Man hat sich einen alten „Shorty“-Neo vom Wasserskifahren geliehen oder gar vom Surfen, aber das ist aber doch absolut 90iger!

Das Motto der Neuzeit lautet: „Carbon statt Kondition!“Warum soll man sich mit mittelmäßigen Material rumärgern, wenn es mit einem neuen Neo und einem Carbonhobel auch anders geht. Und seinen wir mal ehrlich. Es ist schon richtig cool, wenn man seinen vollausgestatteten Carbonrenner in die Wechselzone schiebt und man sich anschließend in seinen High End Neoprenanzug der Spitzenklasse zwäng mit dem Wissen, dass es die Nano Beschichtung und das hochflexible Front Panel schon richten werden.

Hart trainieren war gestern – heute heißt es trainieren und auf das beste Material setzen!

In diesem Sinne, wir sehen uns beim Shoppen!

Alterverwalther

Hendrik ist Vorzeigeathlet mit Hang zum Danebenbenehmen! In eine glitzerne Badehose gekleidet mischt er gerne Wettkämpfe auf! Ob neben oder auf der Strecke ist dabei wurscht!

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